Ein freundliches Hallo aus Süddeutschland! Das Thema Fliegeruhren wurde schon mehrfach im Forum behandelt, taucht jetzt erneut auf, weil Franz die neuen IWC-Fliegeruhren vorgestellt hat. Wenn ich mir die Kataloge von Uhrenmanufakturen (und solche, die es sein wollen) ansehe, finde ich sehr unterschiedliche Modelle, die mit den Namen Fliegeruhr bezeichnet werden. Wie definiert Ihr eine Fliegeruhr? Warum heißt die schwarze Nomos Club nicht Fliegeruhr? Vielleicht würde Nomos damit noch andere Käuferschichten ansprechen. Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Zitat Sie sind groß und rund. Wenn man mit dem Ohr nahe rangeht hört man das Ticken ganz deutlich. Sie haben große Zeiger die im Dunkeln leuchten. Die Ziffern sind von weitem, beziehungsweise wenn's ruckt und wackelt auch immer gut zu lesen.
Freu dich auf jeden neuen Tag. Auch wenn die Chance besteht, dass es ein beschissener Tag wird, oder ein sehr schöner, oder ein ganz normaler. Mit wechselnder Bewölkung und 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Hallo Franz, ein sehr interessanter und empfehlenswerter Beitrag des HR. Besonders das Interview mit Helmut Sinn. Wenn ich ein Fazit ziehe, dann muß eine Fliegeruhr groß und rund sein und die leuchtenden Zeiger sollen nachts die Taschenlampe ersetzen. Gruß Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Freu dich auf jeden neuen Tag. Auch wenn die Chance besteht, dass es ein beschissener Tag wird, oder ein sehr schöner, oder ein ganz normaler. Mit wechselnder Bewölkung und 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Das Design von vielen Fliegeruhren, die heute angeboten werden geht ja auf ein Design der deutschen Wehrmacht von 1940 zurück:
Dieses Design ist den Bordinstrumenten eines Flugzuges nachempfunden und garantiert eine gute Alblesbarkeit bei allen Lichtsituationen.
1948 hat die Royal Airforce dann Kriterien festgelegt, denen eine Uhr für den Einsatz als "Fliegeruhr" entsprechen muss.
Das ergibt die "typischen" Merkmale einer Fliegeruhr:
- gute Ablesbarkeit durch "Instrumentendesign" - Zentralsekunde - Sekundenstopp - dichtes Gehäuse mit Vollgewindeboden, verschraubte Krone - Glas gegen Unterdruck gesichert - Innengehäuse aus Weicheisen als Magnetfeldschutz
Freu dich auf jeden neuen Tag. Auch wenn die Chance besteht, dass es ein beschissener Tag wird, oder ein sehr schöner, oder ein ganz normaler. Mit wechselnder Bewölkung und 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Zitat von kdornHallo Franz, ein sehr interessanter und empfehlenswerter Beitrag des HR. Besonders das Interview mit Helmut Sinn. Wenn ich ein Fazit ziehe, dann muß eine Fliegeruhr groß und rund sein und die leuchtenden Zeiger sollen nachts die Taschenlampe ersetzen. Gruß Karsten
Wer hat es erfunden?
Es trafen sich Herr Cartier und Herr Santos. Der eine machte Uhren und der andere war Flieger und hatte keine Lust beim Fliegen immer die Taschenuhr aus der Hose zu nehmen. Also wurde ein Band an die Uhr montiert und schon war die Fliegeruhr geboren. So war es. Die Santos von Cartier war nicht rund und die Zeiger leuchteten auch nicht
Im Krieg wurden deshalb große Uhren gebaut, weil große Werke genauer und robuster und ohne diese (schrecklich zeitaufwändige und teure und damals auch unnötige) Detailarbeit an Kleinstteilen hergestellt werden konnten.
Die Zeiger mussten deshalb leuchten, weil nach Positionsfeuern im Dunklen die uhr synchronisiert wurde. Daher wäre per damaliger Definition ein Sekundenstopp mit Rücklauf beim Kroneziehen auf 12 auch noch ein wichtiges Merkmal einer Fliegeruhr.
Bleibt Zubehör: Zwiebelkrone wegen Handschuhen, weil kalt im Cockpit. Robustes Band in Überlänge, um es auch über der jacke tragen zu können.
Fertig ist die Fliegeruhr.
Das definiert aber noch lange nicht, was heute eine Fliegeruhr ist!
Jörg
PS: hier im forum habe ich mal eine Liste eingestellt mit aktuellen Fliegeruhren unter 1.000€
Freu dich auf jeden neuen Tag. Auch wenn die Chance besteht, dass es ein beschissener Tag wird, oder ein sehr schöner, oder ein ganz normaler. Mit wechselnder Bewölkung und 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Das ergibt die "typischen" Merkmale einer Fliegeruhr:
- gute Ablesbarkeit durch "Instrumentendesign" - Zentralsekunde - Sekundenstopp - dichtes Gehäuse mit Vollgewindeboden, verschraubte Krone - Glas gegen Unterdruck gesichert - Innengehäuse aus Weicheisen als Magnetfeldschutz
So sehe ich es auch, evtl. können diese Anforderungen noch optional durch einen Fliegerdrehring oder Stoppfunktion ergänzt werden. Den Punkt "gute Ablesbarkeit" muss natürlich jeder für sich selbst definieren, alles andere sind für mich bei einer "echten" Flieger unumstößliche Kriterien.
Thorsten
"Kann ich deine Uhr haben, wenn er dich abgeknallt hat?" Lucky Day zu Dusty Bottoms in "Three Amigos!"
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