weil meine Frage im Thread zu den Tangente-Gehäusen etwas unterging, möchte ich diese hier gerade nochmal stellen:
Nach der Reparatur der gerissenen Zugfeder in meiner Tangente Expo2000 im letzten Sommer bei NOMOS, ist der Boden offenbar beim Öffnen an einer Stelle am Rand etwas "aufgebogen". Bis dahin war die Uhr zweimal zur Revision.
Das insgesamt dreimalige Öffnen des Bodens hat diesen wohl etwas strapaziert.
Frage in die Runde: "Darf" sowas passieren?
Bei meiner neuen Orion ist für das Öffnen eine kleine Aussparung am Boden.
Wie wird eigentlich das Öffnen bei der Tangente gemacht, wo es diese Aussparung nicht gibt?
Die Öffnung sollte nichts unnormales sein. Irgendwo muss man ja den Gehäuseöffner ansetzen. Und wenn der Gehäuseöffner weicher ist als das Gehäuse selbst, sollte auch nichts ausfransen. Davon gehe ich nun einfach mal aus, das Nomos dies weiss und befolgt
Meine momentan getragene Zenith hat ebenfalls einen Öffnungsschlitz zwischen Gehäuse und Bodendeckel, den man leicht für einen Fehler halten könnte.
ok ... mit einem Bild klappt es frühestens am Freitag.
Auf jeden Fall sieht es an einer Stelle aus, als wäre die NOMOS nicht aus Edelstahl sondern verchromt und der Chrom wäre etwas hochgebogen ...
Womöglich war das ein Streitpunkt zwischen Konzi W. und NOMOS, der die Reparatur hat gut 9 Wochen dauern lassen. Gesagt hat Konzi W. jedenfalls beim Abholen der Uhr nichts. Ich habe es dann auch erst zuhause gesehen.
Vielleicht hat ja jemand eine Tangente mal von der Seite geknipst und kann ein Bild hier posten? Möglicherweise hilft das schon mal ein wenig zur Klärung?
Hallo Jens, alle mir bekannten Tangomat-Deckel, egal ob Stahl- oder Glasboden, haben an der der Krone gegenüber liegenden Seite eine Abflachung, in die der Gehäuseöffner ansetzen kann. Ich weiß nicht warum, aber diese Abflachung ist sehr unterschiedlich, mal flacher, mal tiefer. Das zur Unterstützung beim Öffnen. Weitaus schwieriger ist jedoch die Herstellung der Böden und Gehäuse. Der Bund am Boden, der in das Gehäuse-Mittelteil eingepreßt wird, und der Gehäusedurchmesser unterliegen Fertigungstoleranzen (die ich nicht kenne). Bei der Fertigung (Drehen) wird der Bodendurchmesser größer, weil der Drehstahl sich geringfügig abnutzt - der Gehäuseinnendurchmesser wird durch die Abnutzung kleiner. Ich bin sicher, dass sich alles im vorgegebenen Toleranzbereich bewegt. Wenn nun bei Deiner Uhr ein großer Bodendurchmesser mit einem kleinen Gehäuseinnendurchmesser gepaart ist, muß entsprechend viel Kraft zum Öffnen der Uhr aufgewendet werden, was an der Ansatzstelle des Gehäusemessers zu Deformierungen führen kann (zumal, wenn die oben beschriebene Ansatztiefe groß ist). Bei meiner Kleinstkredit läßt sich der Boden sehr leicht abnehmen und ich kann ihn mit dem Daumen problemlos eindrücken. Bei zwei weitern Tangenten meiner Bekannten waren die Stahlböden nur schwer zu öffnen, ein Schließen per Daumendruck nicht möglich. Da half dann nur ein Preßstock. Soviel zum Öffnen mittels Gehäusemesser. Deine Frage nach einer etwaigen Verchromung kann so beantwortet werden: Nomos verwendet schon seit Bestehen der Firma den sogenannten Chirurgenstahl, einen fast Nickel-abgabefreien Edelstahl. Nähere Infos findest Du, wenn Du unter 316L (amerikanischer Standard) googelst, besser bekannt unter der Bezeichnung V4A. Nach deutscher Norm Werkstoff-Nr. 1.4404. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Als Nomosianer der "ersten Stunde" weiß ich schon, dass da kein Chrom ist , nur sieht die Deformation so aus, als würde es sich um in Kürze abplatzenden Chrom handeln.
Naja, wenn es sich beim Öffnen schon mal etwas mehr verformt hat, lässt sich das wahrscheinlich nicht mehr in Ordnung bringen. Zumal es mit dem Einbau eines anderen Glasbodens auch nicht getan ist, da der ja auch noch die Expo-Text-Gravur hat.
Hallo Jens, wenn Dich die Dellen am Glasboden stören, frage doch bei Nomos an, was ein neuer Glasboden für Dein Modell kostet. Meines Wissens kostet die Originalbeschriftung mittels Laser etwa 50 Euro, dazu kommt noch der Glasboden. Der Preis dürfte in etwa derselbe sein, wie bei Umrüstung von Stahl- auf Glasboden. Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Wir hoffen, dass dir unser Forum gefällt und du dich hier genauso wohlfühlst wie wir.
Wenn du uns bei der Erhaltung des Forums unterstützen möchtest, kannst du mit Hilfe einer kleinen Spende dazu beitragen,
den weiteren Betrieb zu finanzieren.