Wollen mal sehen ob ich "übersensibel" bin oder auf dem Holzweg.
Für mich stand Nomos immer für ein klare Aussage in der Modellpolitik. Wenn ich jetzt aber die letzten 12 Monate betrachte schwelt bei mir das Gefühl, daß Nomos einen ähnlichen Weg wie z.B. Sinn geht. Auch hier gab es in der letzten Zeit eine "Neuvorstellungssucht".
Dazu kommt daß mit Modellen wie den schwarzen Uhren oder der Weltzeit der Nomoscharakter (einfach, flach, Edelstahl, klare Linie) "neu interpretiert" wird.
Natürlich ist man in der Technik nicht auf Quarz gegangen oder hat an der Qualität gesägt. Und auch sind Entwicklungen und das Frischhalten der Ausslage wichtige marktwirtschaftliche Aspekte, aber trotzdem sehe ich das skeptisch.
Nun kann man ja sagen:"Wurscht, Hauptsache die Uhr die Du bei Nomos findest passt." Aber ich gebe zu bedenken daß auch das Image und das Denken bei Nomos immer eine Rolle spielte.
Wie denkt Ihr darüber? Hupe ich hier ab oder kam Euch auch schon solch ketzerisches Gedankengut?
Meine Meinung: eine recht junge Marke, die weiterhin wächst. Kann (noch) nichts schlechtes daran sehen. Ob und wann die GMT tatsächlich auf den Markt kommt, wissen nur die Sterne, wie sie aussehen wird auch, bis dahin glaube ich nix. Das zeitliche Debakel bei der Zürich hat noch einen schalen Nachgeschmack bei mir hinterlassen.
Die neuen mit Fensterdatum lösen die "alten" ja ab, daher ist der Wachstumsschub nicht sooo gross und die Normas sind in meinen Augen "nur" mal wieder Sondermodelle.
Der Tangomat war neu, klar, neues, eigenes Werk. Die Club Automatik - okay, eine logische Weiterentwicklung. Die Zürich ist nun ein Schritt weg von Bauhaus zu mehr Komplexität. Passt schon ganz gut.
die Neuvorstellungen sind nach meinem Geschmack eine Produkterweiterung zur Erschließung neuer Kundenschichten. So fährt die Zürich auf der gediegenen Schiene, während die Club wohl die forschere Klientel ansprechen soll. Ich sehe darin keine inflationäre Entwicklung des Angebots. An der Tangente ändert sich nur die Datumsgröße. Gefällt mir besser, als die Rolexlupe, welche leider nicht aplanatisch korrigiert sind.
Freu dich auf jeden neuen Tag. Auch wenn die Chance besteht, dass es ein beschissener Tag wird, oder ein sehr schöner, oder ein ganz normaler. Mit wechselnder Bewölkung und 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Neue Kundenschichten zu erschließen ist sicher schwierig. Liebhaber mechanischer Uhren, denen NOMOS gefällt, dürften mittlerweile alle ihre "Tangente", "Tangomat" oder "Ludwig" besitzen. Ich persönlich bin froh, dass ich eine bisherige Tangente mit Datum habe. Die neue mit Datum ist im Durchmesser größer und kommt für mich daher nicht in Frage. Warum es jetzt Ausführungen ohne Datum gibt, die im Durchmesser geschrumpft sind, kann ich nur so verstehen, dass man vermehrt Frauen für die Tangente bzw. Ludwig gewinnen will. Aber ich vermute, dass dies nicht ganz aufgeht, da mechanische Uhren nun mal vornehmlich Spielzeuge für Männer sind. Lobenswert finde ich bei den Neuvorstellungen die Liebe zum Detail bei der Schriftart des Datums. Diese ist bei Tangente und Ludwig unterschiedlich. Die NOMOS mit dunklem Gehäuse gefallen mir nicht. Mein Fazit: NOMOS gibt sich viel Mühe; aber die Tangente kann man leider nicht neu erfinden. Das Herausbringen der Zürich erscheint mir logisch, möchte oder muss man doch das Segment nach oben erweitern. Die Firma Lange&Söhne hat es mit ihren Luxusuhren sicher leichter.
Zitat von LaufwerkAn der Tangente ändert sich nur die Datumsgröße. Gefällt mir besser, als die Rolexlupe, welche leider nicht aplanatisch korrigiert sind.
Nein und jein
Die neuen Tangenten mit Fensterdatum sind grösser als die ursprünglichen 35mm und
Die aplanatische Lupe besteht aus zwei gleichen Plankonvexlinsen mit einem geringen Abstand der gewölbten Flächen. Dieser Aplanat verringert besonders die sphärische Aberration. Diese ist gegenüber einer gleich starken Bikonvexlinse erheblich geringer und weist damit auch eine verringerte Verzeichnung auf.
Daher "ja", denn zwei Lupen werden nicht verwendet und "nein", denn
die neuen Lupen auf den Rolexuhren sind entspiegelt, die Gläser weiterhin nicht.
Zitat von Unruh Warum es jetzt Ausführungen ohne Datum gibt, die im Durchmesser geschrumpft sind, kann ich nur so verstehen, dass man vermehrt Frauen für die Tangente bzw. Ludwig gewinnen will. Aber ich vermute, dass dies nicht ganz aufgeht, da mechanische Uhren nun mal vornehmlich Spielzeuge für Männer sind.
Hauptsächlich wohl ja, aber nicht uneingeschränkt: Meine bessere Hälfte z.B. besitzt die gleiche Anzahl NOMOS-Uhren wie ich
Thomas
Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb Kurt Tucholsky
Zitat von UnruhNeue Kundenschichten zu erschließen ist sicher schwierig. Liebhaber mechanischer Uhren, denen NOMOS gefällt, dürften mittlerweile alle ihre "Tangente", "Tangomat" oder "Ludwig" besitzen. Ich persönlich bin froh, dass ich eine bisherige Tangente mit Datum habe.
Ich habe hier eine wunderbare Ludwig, selbstverständlich ohne Datum. Meine Orion hat auch keins. Ebensowenig die Tangente Silberblick. Und keine von denen wird schrumpfen...
Zitat von Unruh Warum es jetzt Ausführungen ohne Datum gibt, die im Durchmesser geschrumpft sind, kann ich nur so verstehen, dass man vermehrt Frauen für die Tangente bzw. Ludwig gewinnen will. Aber ich vermute, dass dies nicht ganz aufgeht, da mechanische Uhren nun mal vornehmlich Spielzeuge für Männer sind.
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