Habe von einer bekannten mal eine Glashütte Uhr bekomme aber egal wo ich schaue und suche ich finde diese Uhr einfach nicht , vllt kann mir hier jemand was genaues zu ihr sagen , alter , Herkunft ,vllt auch wert danke schon mal im voraus für eure Hilfe
Paar Merkmale:
auf dem Armband ist am Verschluss eingraviert : ZE Double , 17 Rubis und auf dem Deckel steht : GUB Bodenedelstahl PLAQUE STOSSGESICHERT MADE IN GDR 225983
ragnarog
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Hallo, ich tippe mal auf eine Damenuhr mit dem Kaliber 08-20. Herstellungszeitraum 1969-1972. Mehr ist wohl dazu nicht zu sagen. Lt. Heinrich wurden etwa 180.000 Werke gefertigt. Das 08-20 wurde 1971 vom 09-20 mit 19 Steinen abgelöst. Stückzahl ca. 20 Mio. Damenuhren werden kaum gesammelt. Dutzendware, m.E. niedriger Wert. Behalte sie. Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Zitat von kdorn im Beitrag #2Hallo, ich tippe mal auf eine Damenuhr mit dem Kaliber 08-20. Herstellungszeitraum 1969-1972. Mehr ist wohl dazu nicht zu sagen. Lt. Heinrich wurden etwa 180.000 Werke gefertigt. Das 08-20 wurde 1971 vom 09-20 mit 19 Steinen abgelöst. Stückzahl ca. 20 Mio. Damenuhren werden kaum gesammelt. Dutzendware, m.E. niedriger Wert. Behalte sie. Viele Grüße Karsten
Danke für die Auskunft , aber wenn sie schon so nichts weiter wert ist , sollte sie eigentlich ein gold wert haben , meines wissen nach bedeutet das ZE Double eine bis 4 fache gold beschichtung
Es ist eine frühe 08-20. Ich kann mich an die "Kette" erinnern. Gold seh ich allerdings keines. Es gab allerdings "goldene" Werke:
Ob das aber vergoldet ist ? Könnten auch einfach Messing Platine und Brücken sein. Frage an kdorn : Gab es sowas überhaupt ? Messingwerke ohne galv. Oberfläche ?
Hallo Theo! Aus Werner Heinrich: Mechanische Armbanduhren aus Glashütte 1950 bis 1980, Callwey-Verlag: Die Gestellteile des 09-20 waren aus Messing, das anschließend vernickelt wurde. Deine Bilder zeigen vermutlich das 09-60. Der Unterschied zum 09-20 bestand darin, dass die Messingteile vergoldet wurden. Es wurden nur ca. 2000 Werke in dieser Ausführung gefertigt. Die Weiterentwicklung des Werkkalibers 08-20 zum Kaliber 09-20 wurde notwendig, um eine internationale Austauschbarkeit mit Schweizer Uhrwerken der Hersteller AS (Schild) und FEF (Mitbegründer der Ebauches SA, aus der später die ETA hervorging) und den deutschen PUW-Werken zu erreichen.Dazu wurden die Bohrungen für die Zifferblattfüße geändert und die Hemmung wurde auf die internationale Norm verkleinert. Zu Deiner Frage nach Messingwerken ohne galvanische Oberfläche: Es gab sie zu einer Zeit als es Glasböden noch nicht gab. Alte Vorkriegswerke findet man noch ohne Oberflächenveredlung. Moderne Werke nur aus Hartmessing sind mir noch nie begegnet. Man muss aber hier differenzieren. Rohwerke werden meines Wissens heute noch ohne Oberflächenveredlung ausgeliefert (sofern man sie bekommt). Der Abnehmer sorgt dann für das Oberflächenfinish selber. Viele Grüße Karsten
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Zitat von kdorn im Beitrag #5Hallo Theo! Aus Werner Heinrich: Mechanische Armbanduhren aus Glashütte 1950 bis 1980, Callwey-Verlag: Die Gestellteile des 09-20 waren aus Messing, das anschließend vernickelt wurde. Deine Bilder zeigen vermutlich das 09-60. Der Unterschied zum 09-20 bestand darin, dass die Messingteile vergoldet wurden. Es wurden nur ca. 2000 Werke in dieser Ausführung gefertigt. Die Weiterentwicklung des Werkkalibers 08-20 zum Kaliber 09-20 wurde notwendig, um eine internationale Austauschbarkeit mit Schweizer Uhrwerken der Hersteller AS (Schild) und FEF (Mitbegründer der Ebauches SA, aus der später die ETA hervorging) und den deutschen PUW-Werken zu erreichen.Dazu wurden die Bohrungen für die Zifferblattfüße geändert und die Hemmung wurde auf die internationale Norm verkleinert. Zu Deiner Frage nach Messingwerken ohne galvanische Oberfläche: Es gab sie zu einer Zeit als es Glasböden noch nicht gab. Alte Vorkriegswerke findet man noch ohne Oberflächenveredlung. Moderne Werke nur aus Hartmessing sind mir noch nie begegnet. Man muss aber hier differenzieren. Rohwerke werden meines Wissens heute noch ohne Oberflächenveredlung ausgeliefert (sofern man sie bekommt). Der Abnehmer sorgt dann für das Oberflächenfinish selber. Viele Grüße Karsten
Habe mir mal die Zeit genommen um zu schauen wie mein Uhrwerk aussieht
ragnarog
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Ein 08, nicht sauber geprägt: Hallo Karsten, besten Dank für Deine Mühe. Mußt bitte nicht immer stundenlang recherchieren wegen mir ! Es reicht mir auch wenn Du schreibst: ich vermute... oder: ich hab schon mal gehört/gelesen ... Aber für Deine Mühe danke ich herzlich. Wieder was gelernt Gruß Theo
Hallo Theo, ich habe Spaß daran, auf technische Fragen zu antworten. Ich denke, dass niemand hier im Forum eine derart umfangreiche Literatursammlung hat, wie ich. Ich habe diese zu 90% im Kopf und greife bei Fragen meist sofort nach dem richtigen Buch. Allerdings muss ich einschränken, dass mich die Schweizer und auch die Glashütter Nobelfirmen nicht wirklich interessieren. Preislich weit weg von meiner Liga. Ich spiele gern mit alten Werken und habe auch von den deutschen Nachkriegswerken viele Ersatzteile bzw. unvollständige Werke zum Ausschlachten im Bedarfsfall. Von Manufakturwerken, die z.B. nicht auf Serienwerken der ETA aufgebaut sind, lasse ich die Finger. Besonders gern habe ich die China-Ticker, leider gibt es dafür keine Ersatzteile. Da muss man bei Bedarf schauen, ob man im Netz einen Verkäufer für komplette Ersatzwerke findet (ist mir bisher immer gelungen). Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
Hallo, nachdem ich mir die Bilder von ragnarog im Beitrag #6 angesehen habe, bin ich mir nicht mehr so sicher, dass es sich um das 08-20 handelt, denn der abgebildete Spiralklötzchenträger gehört zur 09-20. Sicherheit gibt es erst im Falle einer Revision. Viele Grüße Karsten
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