@kdorn : moin Karsten, der Laubkranz und die Krone sind von oben geprägt. Der Wilhelm dagegen wurde entweder von unten geprägt oder von oben aufgelötet. Damit konnte man ihn bei Bedarf auf den schon geprägten Deckeln wechseln, ohne die Prägestempel ändern oder ersetzen zu müssen. Wenn Du den Deckel mal von innen zeigst, kann man es erkennen. Danke.
@Theo Hallo Theo, es ist so wie Du sagst. Laubkranz und Krone von oben geprägt, Wilhelm ist aufgelötet. Man sieht zwischen dem Deckel und dem Konterfei einen umlaufenden Zwischenraum. Lötzinn also nur in der Kopfmitte. Die Uhr hat im Deckel noch folgende Gravur: Für 25-jährige treue Dienste dem Meistergehilfe Robert Merkel Kgl. Geschützgiesserei Spandau 13 - 4 - 13. Viele Grüße Karsten
Auch für Uhrenbastler gilt: Erfahrung ist die Summe der Misserfolge
@kdorn : Danke Karsten. Sieh an, der alte Opa Merkel, Gehilfe vom Waffenschmied, wurde mit einer "Longines" bedacht. War also damals nicht viel anders als heute
Eine Taschenuhr hab ich auch noch, von meinem Großvater. In rotgold und mit graviertem Datum. Leider steht keine Marke drauf. Und ich weiß auch nicht wie ich den inneren Deckel aufbringen um auf das Werk zu schauen, ohne was kaputt zu machen....
Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht, und halt die Uhren alle, alle an. (Die Marschallin im "Rosenkavalier")
Die Uhr geht leider ziemlich ungenau. Vor Jahren hab ich sie mal zu einem Uhrmacher gebracht, aber der konnte irgendwie nix mit ihr anfangen. Die Auskunft war so weit ich mich erinnere jedenfalls ziemlich unbefriedigend. Sieht jemand von unseren Fachleuten eine Chance, sie so aufzupäppeln, dass sie wieder einigermaßen ganggenau geht?
Manchmal steh ich auf, mitten in der Nacht, und halt die Uhren alle, alle an. (Die Marschallin im "Rosenkavalier")
@Mimifreund : bin kein Fachmann, deshalb nur zu den Punkten, zu denen ich was sagen kann. Es handelt sich vermutlich schon um ein Werk mit Ankerhemmung. (man kann es auf dem Foto nicht genau erkennen) Dazu "swingt" das Werk mit einer relativ großen Schraubenunruh. Letztere dient der Verbesserung der Reguliermöglichkeit (für die Ganggenauigkeit) Im Zusammenspiel von Ankerhemmung und Schraubenunruh, sollte eine erträgliche Genauigkeit von +/- 15 sec/Tag erreichbar sein. Wenn allerdings eine Zylinderhemmung den Takt macht, dann liegt die tägliche Ungenauigkeit -trotz Schraubenunruh- vielleicht bei 150 Sekunden. Dafür nimmt ein ehrlicher Uhrmacher heue kein Geld mehr, sprich: er macht an einer Zylinderhemmung keinen Versuch mehr in Richtung Ganggenauigkeit. Interessant wären noch die Punzen im Außendeckel: links die Silberpunze; rechts der Hersteller; unten eine Serien-Nummer (Gehäuse) und das Gekritzel rechts unten, die "Gravur" eines Uhrmachers der sie zur Reparatur hatte. Oft kann man auf der Außenseite des inneren Deckels diese (o.ä.) Gravur finden:
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