Zitat von J.F.R. Die Perle wieder in Tritium zu tauschen dürfte imho schwer werden, da es die von Rolex nicht mehr gibt.
Tritium-Perlen werden aber hin und wieder mal angeboten. Nicht billig, aber zu einem Preis, den mir ein stimmiges Erscheinungsbild meiner Uhr wert wäre.
Andererseits hat Uhrwald derzeit auch eine schöne 5513, offenbar mit Tritium-Perle.
Oder halt anders herum und auch das Blatt und die Zeiger tauschen lassen. Macht Rolex eh automatisch, etwa wenn Du die Uhr zur Revi nach Köln schickst. Dann ist es allerdings schon irgendwie eine andere Uhr.
Jürgen
- Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Aber meistens gehe ich auf Nummer sicher. -
Plexi und Tritium sind mir sehr wichtig und eine 5513 mit SL-Tauschblatt wäre für mich gänzlich uninteressant. Auch beim Gehäuse nehme ich lieber Tragespuren in Kauf, als eine zu stark polierte Uhr zu tragen. Daher werde ich eine Vintage-Rolex niemals zu Rolex nach Köln zur Revision geben!
Auch meine anderen Uhren haben Gebrauchsspuren, dafür sind sie im Originalzustand.
Aktueller Stand: Ein paar Exituhren und noch ein paar weitere ...
Über die Bucht würde ich per se nix kaufen, was einen höheren Wert hat als einen zweistelligen Eurobetrag.
Den Anbieter immer kontaktieren, aber das sollte eh klar sein, oder? Ich hatte in diesem Forum mal einen Leitfaden für den Kauf gebrauchter (Vintage) Uhren gepostet, der sollte die meisten Fragen beinhalten und kann helfen.
Na ja, wenn ich bisher etwas über eBay gekauft habe, das einen gewissen Wert hatte, dann nach persönlicher Inaugenscheinnahme und mit persönlicher Übergabe und Barzahlung.
Halt, eine Ausnahme muss ich gestehen: Meine Omega Dynamic Targa Florio habe ich blind über eBay gekauft, per Überweisung bezahlt und ich war heilfroh, als das Paket ankam. Da hatte ich einfach die Nerven verloren, nachdem ich längere Zeit vergeblich gesucht hatte, weil die Uhr halt in recht geringer Stückzahl existiert. Zum Glück hat mir Lothar Johnen nach der Revision bestätigt, dass alles in Ordnung war. Es war tatsächlich eine Uhr im NOS-Zustand und keine Frankenwatch.
Eine alte Rolex würde ich aber niemals auf diese Weise kaufen, versprochen! Eigentlich bleiben mir nur Handler wie brevetwatches in Düsseldorf oder Wehrens in Aachen. Denen muss ich dann halt vertrauen, denn meine eigenen Kenntnisse sind sicher nicht ausreichend, um eine 5513 beurteilen zu können.
Deinen Leitfaden habe ich leider nicht gefunden. Ich habe jeden Deiner Beiträge gesehen, der den Begriff "Vintage" enthielt. Leider war der gesuchte Beitrag nicht darunter.
Stefan
Aktueller Stand: Ein paar Exituhren und noch ein paar weitere ...
Ja, danke. Hatte unterwegs keine Geduld bei der Suche
So, nun nochmal in aller Ruhe:
ich kann Dir natürlich nur schreiben, wie ICH in so einem Fall vorgehen würde.
Ich würde schauen, dass ich eine der gewünschten Stücke mal am Arm probieren könnte, denn die Dimensionen sind auf dem Papier recht ähnlich, am Arm aber völlig unterschiedlich. Wenn ich keine 1665 und 5513 versuchen könnte, würde ich versuchen auf eine 14060 und eine 16600 zurückzugreifen, die ich öfters antreffe. Das sind schon signifikante Differenzen zischen den beiden Stücken, nicht nur das Datum und die Höhe der Wasserdichtigkeit.
Nachdem ich dann dass Modell fixiert hätte, und ein Objekt der Begierde in Form eines Angebotes vorliegt, müsste ich für mich alle erdenklichen Dinge checken:
- Box? - Papiere? - Käuferhistorie (wenn nicht 1. Hand)? - Servicehistorie bekannt? - Band Referenz passend zur Uhr? - Stretch des Bandes? - Fasen am Gehäuse sauber? - Blutrinne vorhanden? - Gehäuse poliert? Von wem? - Tritium bröselig oder patiniert? - Zeigersatz i.O oder patiniert? - Blatt sauber (Stichwort "Spider Dial" und "Badewanne")? - Plexi unpoliert? - Amplitude? - Gangreserve? - Preise vergleichen mit z.B. dem Sales Corner auf R-L-X
Ich würde versuchen, den Verkäufer zu kontaktieren, ihn persönlich zu treffen, die Übergabe im Falle eines Kaufes evtl. sogar bei einem Rolex Konzi zu machen, sofern ich den Verkäufer nicht kenne und die Uhr dort checken lassen. Das kostet etwas, aber rentiert sich immer.
Vermutlich habe ich noch etliche Punkte vergessen zu notieren, aber vielleicht hilft dies ja schon ein wenig?
Zitat von TSID ich kann Dir natürlich nur schreiben, wie ICH in so einem Fall vorgehen würde.
Vollkommen klar. Für diese Hinweise bin ich Dir sehr dankbar. Ich werde sie auch entsprechend behandeln, als Hinweise eines Uhrenkenners, der sich mit der Materie deutlich mehr befasst hat als ich bisher, ohne dass mich diese Hinweise von meiner Autonomie und von der Verpflichtung, selbst vor dem Handeln zu denken, befreien sollen oder können.
Zitat von TSID Ich würde schauen, dass ich eine der gewünschten Stücke mal am Arm probieren könnte, denn die Dimensionen sind auf dem Papier recht ähnlich, am Arm aber völlig unterschiedlich. Wenn ich keine 1665 und 5513 versuchen könnte, würde ich versuchen auf eine 14060 und eine 16600 zurückzugreifen, die ich öfters antreffe. Das sind schon signifikante Differenzen zischen den beiden Stücken, nicht nur das Datum und die Höhe der Wasserdichtigkeit.
Beim Konzi hatte ich beim ersten Besuch eine 116610LN und eine 116660 am Handgelenk. Letztere kam von Anfang an nie für mich in Frage, es wurde mir aber aufgedrängt, sie mal anzulegen - verbunden mit dem Hinweis, diese könnte ich kurzfristig bekommen. Beim zweiten Besuch konnte ich eine 14060M probieren. Eine neue Rolex spricht mich aber nicht wirklich an. Im beruflichen Umfeld konnte ich danach eine 5513 mit superdomed Plexi (am hellen Cordura getragen) bewundern, befingern und probehalber anlegen. Diese Uhr hatte vorher bereits erstmals mein Interesse auf Rolex gerichtet. Als ich sie am Handgelenk hatte, hat sie mich vollends überzeugt und das "Haben-wollen" ausgelöst. Bei einem Vintage-Händler habe ich einige Zeit später eine 1665 betrachten können. Es war allerdings eine Dweller mit doppelter Rotschrift und zu einem Preis, der weit außerhalb meines Budgets lag. Aber grundsätzlich käme auch eine 1665 in Frage, wenn sie denn zu einem Preis zu haben wäre, den ich vor mir selbst verantworten kann.
Zitat von TSID Nachdem ich dann dass Modell fixiert hätte, und ein Objekt der Begierde in Form eines Angebotes vorliegt, müsste ich für mich alle erdenklichen Dinge checken:
- Box? - Papiere? - Käuferhistorie (wenn nicht 1. Hand)? - Servicehistorie bekannt? - Band Referenz passend zur Uhr? - Stretch des Bandes? - Fasen am Gehäuse sauber? - Blutrinne vorhanden? - Gehäuse poliert? Von wem? - Tritium bröselig oder patiniert? - Zeigersatz i.O oder patiniert? - Blatt sauber (Stichwort "Spider Dial" und "Badewanne")? - Plexi unpoliert? - Amplitude? - Gangreserve? - Preise vergleichen mit z.B. dem Sales Corner auf R-L-X
Das sind alles sehr wichtige Punkte, ohne Frage.
B&P sehe ich allerdings bei Vintage-Uhren nur als nice to have an. Wenn die Uhr mir absolut gefällt, verzichte ich auch auf B&P. Ich kaufe eine Uhr auch nie unter dem Gesichtspunkt des Wiederverkaufs. Ich möchte natürlich keine überzogenen Preise bezahlen. Aber es kommt mir nicht sehr darauf an, den Kaufpreis irgendwann möglichst unkompliziert wieder herein zu bekommen.
Käufer- und Servicehistorie sind bei Uhren, die mehrere Jahrzehnte "auf dem Buckel haben" ja leider nur in absoluten Ausnahmefällen einigermaßen vollständig nachvollziehbar. Wenn die Servicehistorie der letzten paar Jahre nicht belegbar ist, lasse ich das Werk auf jeden Fall unmittelbar nach dem Kauf revidieren. Zuvor lasse ich die Ampitude von einem Uhrmacher meines Vertrauens messen. Um die Gangreserve bestimmen zu können, müsste man die Uhr ja mindestens zwei Tage lang in Besitz nehmen. Den wunsch kann man als Kaufinteressent natürlich äußern. Wäre ich der Verkäufer, wurde ich diesen Wunsch einem mir nicht persönlich bekannten Kaufer abschlagen.
Den Zustand des Blattes und des Zeigersatzes kann ich wohl noch einigermaßen beurteilen. Den Grad der Patina, die man persönlich als schön empfindet, muss man ohnehin nach subjektiven Kriterien bestimmen. Beim Gehäuse mache ich mir mehr Sorgen. Ich werde vermutlich kaum erkennen können, ob ein Gehäuse gut oder schelcht poliert wurde. Ich kann da wohl die Extreme (unpoliert oder rundgelutscht) erkennen, sicher aber nicht die Abstufungen dazwischen.
Preise, nun ja. Die Preise hängen ja nun deutlich vom Zustand ab. Und da fangen meine Probleme dann richtig an. Wenn ich den Zustand einer Uhr nicht einwandfrei bestimmen kann, dann kann ich auch kaum die Angemessenheit des verlangten Preises einschätzen. Also muss das Fazit wohl sein, dass ich beim Kauf von privat auf Glück angewiesen bin. Beim Kauf von einem seriösen Händler bezahle ich sicher etwas mehr, habe aber eine höhere Chance, mir keinen aufgehübschten Kernschrott andrehen zu lassen. Richtig?
Zitat von TSID Ich würde versuchen, den Verkäufer zu kontaktieren, ihn persönlich zu treffen, die Übergabe im Falle eines Kaufes evtl. sogar bei einem Rolex Konzi zu machen, sofern ich den Verkäufer nicht kenne und die Uhr dort checken lassen. Das kostet etwas, aber rentiert sich immer.
Sollte ein Kauf von privat in Frage kommen, würde ich das wohl so versuchen.
Zitat von TSID Vermutlich habe ich noch etliche Punkte vergessen zu notieren, aber vielleicht hilft dies ja schon ein wenig?
Das hilft ganz bestimmt. Vielen Dank!
Stefan
Aktueller Stand: Ein paar Exituhren und noch ein paar weitere ...
Bzgl. der Servicehistorie: Bodendeckel bei dem Konzi der Übergabe öffnen lassen und die Innenseite begutachten. In aller Regel verewigt sich der Uhrmacher, der die Uhr überholt hat dort.
Ansonsten: weiter hier Bilder einstellen und dann schauen wir uns die Sachlage hier gerne mal an und geben Tipps. Letzten Endes musst eben Du alleine eine Entscheidung treffen. Die Für und Wider wägen wir gerne mit Dir ab.
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