Aber auch hier gilt : für knapp die Hälfte schnappt was Vergleichbares an den Arm. Sogar mit dem Basiswerk und alt. mit Automatik. Vermutlich ausverkauft.
@mwest : sicher hast du recht, Marco. Allerdings kauft niemand nur allein des Werkes wegen eine Dorni. Ich kenne die Fertigung von Dornblüth. War vor einem Jahr da eine Uhr abholen und er hat mich (uns) fast 2 Stunden herumgeführt. Für viele Uhrenliebhaber gehört so ein Exot eben in den 'Fundus'. Eigentlich schade, denn dann ist schon sichergestellt, daß sie kaum das Tageslicht sehen wird. Haben, besitzen und zeigen wollen ist was anderes als ein Freund mechanischer Uhren zu sein. Und Stowa ist keinesfalls nur ein Einschaler. Die Uhren haben schon immer einen eigenen Stil, sind mit Sachverstand gefertigt und der Kunde bekommt gute Qualität. Etwas besseres wird man zu dem Preis nur schwerlich finden. Nicht bei RB, nicht bei Nienaber oder Genesis und auch nicht bei Hentschel.
@Theo: Wie kommst Du darauf, daß eine Dorni kein Licht sieht. Meine 99.3 habe ich mir sicher nicht zum Verstecken im Schrank gekauft. Alle meine Uhren sind zum Tragen, egal wie teuer. Ich mache am Preis nicht die Verwendungshäufigkeit fest. Die Dorni muß genauso mit über die Baustelle, wie die anderen Uhren, Schrammen und Beulen inklusive. Und gerade das Werk war mich mich ein Entscheidungsgrund, der mich überzeugt hat, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Im Gegensatz dazu wird eine Stowa kein Einzug in meine Uhrenhaushalt finden, was nicht heißen soll, daß die Uhren schlecht sind. Letztlich können ja die Uhren nichts dafür, wenn sie nicht getragen werden. Ich werde auch in Zukunft meine Uhren im gesamten Alltag tragen, auch wenn mal was kaputt geht. Dafür gibt es dann wiederum den Uhrenprofi, der sie wieder heile macht.
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Guten Morgen Theo,
ich oute mich als bekennender Dorni-Fan - wobei nein. Das wissen einige bereits. :-)
Meine am meisten genutzten Armbanduhren stehen bei mir auf dem Schreibtisch und zeigen jeden Tag brav die Zeit an: Nutzung also (nahezu) 365 Tage, sofern ich eben daheim bin. An den Arm, da hast Du recht, kommen die seltener. Aber auch das hat den Grund, dass sie ja auf dem Schreibtisch stehen. An wirklich besonderen Tagen ziehe ich die eine oder andere einmal an. Jedes Mal freut es mich, wenn ich die Uhr an habe.
Derzeit muss/darf ich nur eine der Uhren aufziehen - die 99.2 bekommt ein kleines Upgrade im Zuge der Revision.
Vergleich Stowa zu Dornblüth: ja, von weitem sind die Uhren ähnlich. Von weitem ist das Werk ähnlich. Es sind die einzelnen Komponenten jedoch, die letztlich die Uhr ausmachen: ein evtl. übertriebenes Beispiel: Eine Calatrava zum einen und eine Hommage der Calatrava aus China. Optisch ggf. ähnlich, aber sind die Uhren vergleichbar? Bei Dornblüth werden keine ZB von der Stange genommen, 35% vom Unitas weiter verwendet (=65% "selber" hergestellt - anders als automatisiert bei Nomos - oder Rolex und Co.). Natürlich kauft auch er zu - aber auch hier wird nicht im Asia-Shop z. B. ein Gehäuse für 3 Euro genommen, auch wenn das zu den hochwertigen gehört usw. - Weiterhin ist das Werk auf Zentralsekunde umgebaut, bei Stowa (oben) ist es eines mit kleiner Sekunde oder eben Automatenwerk. Optisch vergleichbar, technisch nicht. (Beispiel Steinhart bietet in der Billigheimerversion das Werk für 1.500 Euro mit Uhr an, eine "normale" mit Unitas für 600 oder 700 Euro)
Ein Vergleich von der "Art" der Uhr -> klar möglich Vergleich Preis -> jein, nur die reine Zahl ohne die Leistung zu vergleichen hinkt ein wenig, aber schaut man NUR darauf, bekommt man die Uhr für weniger Euro bei Stowa
Und nein: ich kaufe keine Zentrumsekunde und wo wir dabei sind, bekommt man eine "neue" gerade 10% unter dem Preis von dem Sondermodell.
Wer was kaufen will, bei keiner der 3 unterschieldichen Uhren macht man etwas falsch. Nur bekommt man bei Stowa eben eine Stowa und nicht eine Dornblüth mit Stowa auf dem ZB.
Gerrit
----------------------------------------- Salzflecken auf dem Teppich gehen am besten mit Rotwein wieder raus...
zunächst mal @Paule : Paul, sicher bekommt eine Dorni auch Licht - so dann und wann. Die eine mehr (Paul seine) und die andere weniger (Gerrit seine) Einig ? Aber trotzdem bin ich überzeugt, daß die meisten dieser Schmuckstücke (nicht nur Dorni !!) die meiste Zeit in feinen hölzernen, ledernen oder was weiss ich für Schächtelchen oder gar im Schließfach (Blech) verbringen. Wenn eins der Schmuckstücke Glück hat dreht es auf dem Beweger stoische Runden. Paul nutzt seine wie einen Dienstwagen. Und erfreut sich dran. Tja, zu welchem Zweck kauft man nun eine Uhr?
@Cheops : Gerrit, ich wußte es auch. Du hast es mehrfach erwähnt und dazu erläutert. Völlig ok. Die Art deiner 365-Tage-Nutzung ist eher auch die schonende. Völlig akzeptabel. Dann führst du aus: "An wirklich besonderen Tagen ..." Das ist genau die von mir beschriebene Tageslicht-Variante. Dann kommt ein Vergleich der wirklich etwas schräg ist. STOWA und China. Das zerleg ich jetzt nicht. Und der Vergleich Stowa zu Dornblüht ? Naja, aber es gibt mehr Gemeinsamkeiten als die optischen Ähnlichkeiten.
Ich hatte gedacht, wenn jemand eine feine, mechanisch angetriebene Marine-Uhr mit blauem Blatt und Zwiebelkrone sucht, die dazu noch sauber verarbeitet und keine Großserienfertigung ist, dann ist er bei Stowa sehr gut aufgehoben.
Alles darüberhinausgehende ist doch Spinnerei. Ich kenne Hersteller, die reaktivieren für 2 oder 3 Exemplare im Jahr immer wieder ihren längst pensionierten Graveur, damit er von Hand nochmal zwei Kloben oder Brücken für einen 'besonderen' Kunden verziert. Kann man alles machen. Außerdem ist nicht ganz von ungefähr genau hier im Forum immer mal wieder die Rede von 'Anstalt' oder 'Selbshilfegruppe'. Das ist nicht nur Ironie.
Gerrit, es gibt eine große Anzahl von Uhrenliebhabern, die gar keine technischen Kenntnisse vom Werk, Komplikationen und Co. haben. Von Herstellung erst garnicht. Sie kaufen die Teile wie Trendartikel, Schmuckstücke oder sie fasziniert die Geschichte der Marke (z.Bsp. NOMOS) oder sie sind der irrigen Meinung, daß sie wie vor 120 Jahren möglich, einen Wert anlegen. Und noch 30 andere Gründe. Alles legitim. Und der eine oder die andere wird sogar im Laufe der Zeit mit seinen/ihren Uhren 'wachsen'. Es geht mir doch nicht darum, jemandem eine Stowa zu empfehlen und zu meinen, daß er jetzt eine Dorni Light erworben hat. Für mich sind Uhren zuerst technische Präzisionsinstrumente - das gilt im übrigen auch für Quarzuhren !
ich habe eine Calatrava mit China verglichen - bewusst nicht Stowa. Es sollte noch genauer den Unterschied darstellen, das identische/ähnliche Optik (von weitem) nicht automatisch identische Uhren bedeutet.
In der Tat trage ich während 360 Tagen im Jahr alle möglichen Uhren. Auch wenn es wiederum nicht vergleichbar ist, kostet eine Mühle Terrasport I Chronograph Liste 2.790 Euro, eine Dornblüth 99.1 (ab) 3.200 Euro. Es liegt bei mir weniger am Wert, viel mehr daran, dass ich eine häufig andere Verwendung für die Schreibtischuhr habe.
Dein dick geschriebener Text stimmt. Er bekommt diese Uhr bei Stowa. Ich glaube hingegen nicht, dass er die Stowa kaufen wollen würde, wenn er eben eine "bessere" Version der Marineuhr haben möchte. Die Käufergruppen unterscheiden sich hier: der "Freak", der sich mit einer Marineuhr auseinander gesetzt hat und sich eingelesen hat (und letztlich auch die finanziellen Möglichkeiten hat), könnte sich für Dornblüth interessieren. Der Käufer der Uhr wird bewusst den Euro mehr in die Hand nehmen und die eurointensivere Uhr nehmen. Ich denke nicht, dass ein Käufer aus einer Laune heraus mal eben 5k für eine Uhr ausgeben wird, wozu er nichts weiß - bei bestimmten Marken, kennt er zumindest die Marke bereits und gibt dann für eine Rolex, Omega, Patek ... den (hohen) vierstelligen Eurobetrag aus, auch wenn er sich nicht genauer informiert hat.
Selbstverständlich sind Autofans in einem Autoforum eine bestimmte Art der Autonarren, bei Briefmarken, Fotografie und wo nicht noch alles, bewegen sich Menschen deren Interesse eben dieses Gebiet ist. Der eine dabei hat mehr Interesse an dem einen Aspekt des Hobbys der andere an einem anderen Aspekt. Der eine schraubt hier gerne an Uhren, der andere bewundert die Technik allgemein, der Dritte sammelt Uhren, der nächste wechselt täglich die Bänder an den Uhren um denen täglich ein neues Gesicht zu geben usw. - Egal welchem hobby man nachgeht, man verbringt mehr Zeit damit als Otto Normalbürger. Das liegt eben in der Natur der Sache. Ich schreibe hier, im UF, schaue nach interessanten Uhren ... das ist mein Hobby und damit verbringe ich Zeit. Dafür wende ich für Fussball in 4 Jahren keine 30 Minuten auf - weder aktiv noch passiv. Bin ich verrückt, dass ich mich nicht für Fußball interessiere? Oder der Fußballfan, der jede Woche seinem Verein nachreist und sich Schals, T Shirts und Mützchen kauft? Jeder hat unterschiedliche Hobbys - ob gerade Uhrenleidenschaft dabei negativ behaftet ist, muss jeder sicher für sich entscheiden.
Wie Du es schon schreibst, es ist legitim auch nur eine Facette aus dem Bereich der Uhrenliebhaber zu besetzen. Dazu ist es letztlich aber eben dem Interessenten überlassen, ob dieser eine Stowa kauft oder nicht - eine Dornblüth oder nicht.
Für Dich ist der Spaß an der Uhr die Präzision - sprich also die Technik. Eine Quarzuhr ist selbstverständlich ebenso ein Präzisionsinstrument wie eine mechanische Uhr - aber sind die Uhren vergleichbar? Vergleichst Du die Genauigkeit einer Funkuhr mit einer Quarzuhr mit einer mechanischen Uhr? Die Technik ist eine völlig andere und daraus resultiert letztendlich auch eine geringere Präzision der Zeitanzeige bei mechanischen Uhren im Vergleich zur Quarzuhr. Die Technik der Funkuhr ist noch anders, da kommt die Quarzuhr nicht mit... Ebenso ist eben eine Stowa keine Dornblüth, da letztlich andere Gehäuse, andere Werke verwendet werden und der Herstellungsprozess beider Uhren ein anderer ist.
Damit kommen wir auf das China - Patek Beispiel zurück: nur weil eien Hommage aus China aussieht wie eine Calatrava ist es keine. Der eine kauft sich eine Uhr die aussieht wie die Uhr, der andere kauft die Uhr die eine Patek ist. Beide können damit "glücklich" werden, ganz wie derjenige eben tickt.
Gerrit
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Ich hatte einst einen Mitarbeiter. Eines schönen Tages erschien er mit einer "Rolex" (Submariner Date). Wegen meiner Kenntnisse im Bereich Uhren, erkannte ich recht schnell, dass es sich um einen "Rolech-Chinometer" handelte. Bei Gelegenheit sprach ich den Mitarbeiter darauf an und frug, was ihn zum Kauf dieser Uhr bewegt hätte. Sinngemäß stellte er dar, dass sie 'Was' her mache und viel weniger kostete als eine echte Rolex. Meine Frage an ihn war daraufhin, was er denn glaubte, welches Signal er mit dem Tragen dieser Uhr aussendete, insbesondere wenn sein Gegenüber die Nachahmung als solche erkannt haben würde. - Er wurde nachdenklich und leicht verlegen. Ich sah die Uhr nie wieder an seinem Arm.
Eines Tages - viele Wochen später - trug er eine Rolex Submariner und bedankte sich sogar bei mir dafür, ihm die Augen geöffnet zu haben darüber, was der Unterschied zwischen Schein und Sein ist.
Das Problem ist leider für den Unkundigen, der zwar eine mechanische Uhr will, sich aber im Dschungel der Anbieter nicht auskennt. Und so kommen dann seine Fehlkäufe zustande, obwohl er niemals vor hatte, eine Uhr zu erwerben, die etwas scheint, was sie nicht ist. - - Wir befinden uns hier auf einem weitem Feld ...
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